Tipps und Techniken

Dosierpistolen

Manuelle Dosierpistolen haben verschiedene mechanische Eigenschaften. In hochentwickelten mechanischen Dosierern kann überhöhter innerer Druck entstehen. Je höher der Druck, umso mehr Kleber kann unfreiwillig austreten. Um dies zu verhindern, benutzen Sie den statischen Mixer und wenden Sie so wenig Druck wie möglich an, um die richtige Menge an Kleber zu verteilen. Wenden Sie sich an ihren Integra Kundenbetreuer, um zu erfahren, welche Dosierer mit Klebern und Patronen zugelassen sind. Der Gebrauch von nicht zugelassenen Dosierern kann zu unregelmäßiger Vermischung führen und die Garantie des Herstellers wird unwirksam.

Beschädigte, abgenutzte oder schlecht funktionierende Dosierpistolen

Schlecht funktionierende Dosierer können unregelmäßige oder unvollständige Aushärtung des Klebers verursachen. Schäden an Sperrvorrichtung oder Blockiermechanismus sowie Brüche oder fehlende Zacken am Kolben einer Dosierpistole an der Kolbenstange führen zu unregelmäßiger Belastung der Kolben.
  • Kontrollieren Sie den Zustand des Dosierers. Achten Sie besonders auf die Sperrvorrichtung.
    • Prüfen Sie das Gerät auf abgebrochene Zacken, Kleberansammlungen oder Störungen des Dosiersystems.
    • Achten Sie auch auf lose, verbogene, falsch ausgerichtete oder fehlende Kolbenstangenenden.
  • Prüfen Sie, ob beide Schubstangen gleich lang sind.
  • Prüfen Sie, ob der Dosierbehälter verbogen oder verdreht ist, oder ob sich in ihm Kleber angesammelt hat, er verhindert die korrekte Ausrichtung der Patrone mit der Kolbenstange.
  • Lassen Sie etwas Klebstoff auslaufen (etwa 1 TL)
  • Prüfen Sie, ob der Kleber weiter aus dem Ventil ausfließt. Falls dies für mehr als ein paar Sekunden geschieht, funktioniert der Dosierer nicht richtig. Kontrollieren Sie, ob sich die Antitropf-Vorrichtung zwischen zwei Betätigungen zurückzieht

Undichte Patronenkolben

  • Prüfen Sie den Zustand des Dosierers.
  • Prüfen Sie, ob in Kolbenstangen nicht zuviel Spielraum herrscht und ob die Kolbenenden lose sind.
  • Kontrollieren Sie die Polition der Patrone im Dosierer. Sie muss parallel zu den Kolbenstangen sein.
  • Prüfen Sie bei pneumatischen Systemen, ob ein Regler vorhanden ist, der für kontrollierten Druck von weniger als 60 PSI (5 bar) sorgt.
  • Regulieren Sie den Druck, um für einen gleichmäßigen Druck zu sorgen, der das System nicht überbeansprucht.
  • Bei Tropfen kann Ihr Lieferant das Formteil auf Fehler, Schäden oder Dichtungen untersuchen. Dies gehört zur Qualitätskontrolle.

Antrieb des Benutzers

In manchen Geschäften wurde festgestellt, dass eine übermäßiger Austritt des Klebers bei manchen Benutzern häufiger auftreten kann. Der Antrieb der manuellen Dosierer ist wichtig für eine gleichmäßige Aushärtung.
  • Lassen Sie etwas Klebstoff auslaufen (etwa 1 TL)
  • Prüfen Sie, ob der Kleber weiter aus dem Ventil tropft. Falls dies für mehr als ein paar Sekunden geschieht, funktioniert der Dosierer nicht richtig.
  • Kontrollieren Sie, ob sich die Antitropf-Vorrichtung zwischen zwei Betätigungen zurückzieht.
  • Drücken Sie sanft und regelmäßig; halten Sie die Belastung und den Druck konstant. Drücken Sie den Dosierhebel vollständig.
  • Halten Sie nicht zwischen zwei Betätigungen ein, damit der Kleber nicht aus der Spitze tropft. Drücken Sie rasch erneut auf den Hebel und fahren Sie fort, bis die Verteilung des Klebers vollendet ist.
  • Um Klebstoffüberschuss zu vermeiden, wenden Sie so wenig Druck wie möglich bei der Klebstoffverteilung an und bewegen Sie die Patronenkolben konstant nach vorne.

Kalter Kleber

  • Kleber, die in einem Kühlschrank oder einem gekühlten Raum aufbewahrt wurden, sollten vor ihrer Verwendung auf Raumtemperatur gebracht werden.
  • Manche Bestandteile der Kleber verdicken sich bei niedrigen Temperaturen und vermischen sich nicht mehr so gut.
    • Das verdickte Material erzeugt einen höheren Druck in der Patrone und der Mischerspitze.
    • Ein erhöhter Druck verbiegt die Wände der Patrone und kann das Mischverhältnis ändern.
  • Falls Sie den Kleber aufwärmen, versichern Sie sich, dass der Deckel der Patrone aufgesetzt ist.
  • Falls die Mischerspitze auf der Patrone aufgesetzt bleibt, kann der Kleber sich ausdehnen und in die Öffnung des Aktivators zurückfließen. Die Patrone kann verstopfen.
  • Erwärmen Sie den Kleber niemals über 43 Grad C. Dies kann den Aktivator beschädigen.

Kaltes Plattenmaterial

Beim Zusammenfügen von Plattenmaterialien, die unterhalb Raumtemperatur gelagert wurden, härtet der Kleber in der Verbindungsnaht langsam aus. Die Bearbeitung von kalten Plattenmaterialien kann dazu führen, dass der Kleber in den Bereichen, in denen das optimale Niveau für den Aktivator nicht erreicht wird, nicht vollständig aushärtet.

Bearbeitung von kalten Platten in einem warmen Raum

Die Lufttemperatur des warmen Raums lässt den Kleber an der Oberfläche viel schneller aushärten als in der Verbindungsnaht, in der der kalte Werkstoff viel Energie aus der chemischen Reaktion absorbiert. Das kann dazu führen, dass die Verbindungsnähte nicht stark genug sind. Am besten lässt man das Produkt vor der Verarbeitung 18 Grad C erreichen.

Aufbewahrung

Für lange Haltbarkeit und beste Leistungen bewahren Sie den Kleber aufrecht und fern von Sonneneinstrahlung auf. Um die Haltbarkeit zu verlängern, kann der Kleber in einem klimatisierten Raum oder in einem Kühlraum für entflammbare Produkte aufbewahrt werden. Manchmal kann im Aktivator oder im Kleber eine Luftblase eingeschlossen sein. Es können sich auch Gase im Aktivator bilden, falls dieser während der Aufbewahrung oder des Transports hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Falls eine Gas- oder Luftblase in der Patrone eingeschlossen ist, kommt sie bei Aufbewahrung in aufrechter Position nach oben una kann bei der ersten Betätigung des Druckhebels ausgestoßen werden. (Denken Sie daran, dass die Patrone dabei nach oben zeigen muss)

Defekt des Aktivators

Ist der Aktivator während des Transports oder der Aufbewahrung hohen Temperaturen ausgesetzt, zersetzt er sich oder verliert seine Stärke. Dies zeigt sich in langsamer, ungleichmäßiger oder unvollständiger Aushärtung. Korrekt aufbewahrter Aktivator bleibt ein Jahr oder länger haltbar, verliert aber mit der Zeit langsam seine Reaktionsfähigkeit. Zersetzung des Aktivators bei hohen Temperaturen kann auch Gase an die Komponente des Aktivators abgeben. Blasen können im dosierten Produkt auftreten und die Kompressibilität der Gase kann beim Druck auf den Druckhebel wie eine Feder wirken und Schwankungen bei der Austragsmenge, Produktüberschüsse (unregelmäßige Aushärtung) und Tropfen an der Spitze hervorrufen. Mit den Aktivatoren einiger Hersteller stellten wir fest, dass sich ihre Zutaten mit der Zeit oder nach Gefrieren trennen; dies kann dazu führen, dass sich die Proportionen der aktiven Zutaten (und somit die Aushärtungszeit) verändern. Falls Sie glauben, Ihr Aktivator könne beschädigt sein, wenden Sie sich an ihren Lieferanten.

Doppelter Streifen

Bei all den Variablen von manuell und pneumatisch dosierten Zweikomponenten-Klebern ist es unmöglich jegliche Veränderungen des Mischverhältnisses auszuschließen. Wenn Sie jedoch Qualitätskleber kaufen, sie korrekt aufbewahren und diese wenigen einfachen Anweisungen befolgen, können Sie jedes Mal auf eine nahezu perfekte Verbindung zählen. Falls Sie Probleme mit unregelmäßiger Aushärtung haben und sie nicht mit den empfohlenen Prozeduren beheben können, wenden Sie sich für Hilfe und Ersatzmaterial an Ihren Lieferanten. Auch wenn dies nicht nötig ist, kostet es nichts, anstatt eines einzelnen Klebstoffstreifens zwei übereinander aufzutragen. Zwei Haftstreifen reduzieren die Möglichkeit schlecht ausgehärteter Bereiche beträchtlich